Vergangenen Mittwoch war es wieder einmal so weit, ca. 50 Frauen trafen sich zum ersten Frauenfrühstück in diesem Jahr im Haus der Süddeutschen Gemeinschaft.
„Kaffee und Kekse hinter Gittern“, so lautete das Thema.
‚Kaffee und Kekse‘ kennen wir alle, aber ‚hinter Gittern‘? – Klingt spannend, aber auch etwas befremdlich und höchstwahrscheinlich hatten die Wenigsten unserer Besucherinnen bisher einen Bezug zu dieser so ganz andere Welt.
Unsere Referentin, Frau Martha Heukers, erzählte aus ihrer Arbeit als ehrenamtliche Betreuerin in der Justizvollzugsanstalt, kurz JVA, in Schwäbisch Gmünd, einem Frauengefängnis mit ca. 300 inhaftierten Frauen im Alter zwischen 14 und über 80 Jahren.
Ein bis zweimal im Monat besucht sie jeweils eine der dort inhaftierten Frauen, unter anderem um mit ihr zu reden, als zusätzliche Begleiterin bei Gängen zu Ämtern bzw. zum Arzt oder um nach längeren Haftzeiten und vor der Entlassung, Alltagsdinge, Umgang mit Geld usw. wieder einzuüben.
Auf die Frage, was sie motiviert hat, diese Aufgabe zu übernehmen, gab sie zur Antwort, dass sie sich am Angang überlegt habe, was oder welche Menschengruppe ihr besonders am Herzen liegt und dabei entdeckt habe, dass sie schon immer eine besondere Beziehung zu Menschen am Rand der Gesellschaft gehabt habe.
Und auch das Vorbild Jesu habe sie angetrieben, sich um solche Menschen zu kümmern, die von anderen eher gemieden oder abgelehnt wurden.
Sie entschied damals - auch durch die Nähe ihres Wohnortes zur JVA - sich genau dort einzubringen.
Wenn heute jemand sagt: „eigentlich möchte ich mich auch für Gefangene engagieren“, müsse das nicht zwangsläufig im ‚richtigen‘ Gefängnis sein. In unserer Gesellschaft gäbe es im übertragenen Sinn noch viele andere ‚Gefängnisse‘, in denen Menschen eingesperrt sind und auf Unterstützung hoffen, wie Ängste, Einsamkeit, Krankheit, Gebrechlichkeit, Süchte … .
Frau Heukers ermutigte, sich doch auch einmal zu fragen, wer oder was einem besonders am Herzen liegt und sich dann dort nach den jeweiligen Möglichkeiten einzubringen.

Wir freuen uns schon aufs nächste Frauenfrühstück am 08.10.2025
Herzliche Einladung dazu schon heute.

Kopf oder Bauch - von der Kunst, gute Entscheidungen zu treffen, so lautete das Thema.




Für die ca. 60 anwesenden Frauen war es eine gute Entscheidung, sich beim Frauenfrühstück mal
wieder verwöhnen zu lassen.
Als jemanden, der grundsätzlich sehr gerne und sehr schnell entscheidet, sich aber andererseits bei
größeren Entscheidungen trotzdem manchmal schwertut, so beschrieb sich die Referentin Cornelia
Schmid bei ihrer kurzen Vorstellung am Anfang ihres Vortrags. Als individual-psychologischer
Coach arbeiten sie und ihr Mann selbständig und helfen mit ihrem Veränderungscoaching dabei,
aus Krisen gestärkt hervorzugehen.
Die beste Entscheidung in ihrem Leben sei gewesen, zu sagen, - ja, es gibt einen Gott, der möchte
Beziehung zu mir, - und das habe Auswirkungen auf ihr Leben gehabt. Von diesem Zeitpunkt an
habe sich ihr Leben verändert, auch die Sicht auf Krisen und Entscheidungen.
In ihrem neuesten Buch, an dem sie gerade schreibt (Frau Schmid ist Autorin zweier Bücher), gehe
es u.a. darum, auch in Krisen, Entscheidungen in Verbindung mit Gott aus der Ruhe heraus zu
treffen.
Unser Gehirn sei Meister darin, die Wirklichkeit so zu verbiegen, damit wir uns gut fühlen.
Mein Verstand sagt mir, „Du hast genug Schuhe im Schrank“.
Aber: „Wenn ich jetzt dieses (25ste) Paar Schuhe kaufe … dann habe ich das perfekte Outfit ...
dann fühle ich mich gut … dann habe ich wirklich ein Schnäppchen gemacht …“
Wir Menschen versuchen oft rationale Gründe für Bauchentscheidungen zu finden, um diese
stimmig zu machen.
Von Albert Einstein stammt folgendes Zitat: „Intuition ist ein göttliches Geschenk und der Verstand
ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk
vergessen hat.“
Auf unsere Intuitionen können wir uns verlassen. Deshalb könne man den Satz, der häufig in
Teamsitzungen zu hören ist: "Lasst uns bitte sachlich bleiben", einfach vergessen.
Intuition gehöre als Summe unserer Erfahrungen zu guten Entscheidungen dazu.
Interessant sei dabei die Frage, ob Christen Entscheidungen anders treffen, als Nichtchristen? 
Bei ihnen komme durch Gott eine neue Dimension hinzu.
Dabei werde unsere Intuition, unser Bauchgefühl, verbunden mit dem Heiligen Geist, der eine
Verbindung zu Gott schafft.
Was wir als Intuition bezeichnen, benutzt Gott um uns zu leiten.
Aber: "Wie kann ich gute Entscheidungen treffen, wenn ich nicht einmal weiß, was Morgen ist?"
Das sei nicht das Wesentliche, die zentrale Frage und die Grundlage dafür, wie unsere
Entscheidungen ausfallen sei vielmehr, welcher Mensch man unter allen Umständen sein will.
Cornelia Schmid empfahl, bei schwierigen Entscheidungen kreativ zu sein und auch ein bisschen
‚quer‘ zu denken, zum Beispiel einfach einmal alle Optionen die man hat (auch die verrücktesten),
aufzuschreiben.
Wir denken oft nur in den Kategorien richtig oder falsch. Das mache uns das Leben oft schwer,
denn Gott liebt uns auch, wenn wir uns falsch entschieden haben.
Falsche Entscheidungen trennen uns nicht von Gott, weil er sich schon lange für uns entschieden
hat.
Und zum Schluss machte Frau Schmid Mut, die Entscheidung zu treffen, es einfach einmal
auszuprobieren: „Jesus, wenn es dich gibt, dann rede mit mir“ – und sie versprach, er wird es tun.
E.G.

 

 
 

„Innere Stärke gewinnen“ – so lautete das Thema des Frauenfrühstücks, zu dem wir diesmal
Christiane Rösel (Gemeindepädagogin und Referentin für die Arbeit mit Erwachsenen der Apis)
eingeladen hatten.


In ihrem unterhaltsamen Vortrag zeigte sie zum einen auf, wo es im Alltag von Nutzen sei,
innerlich stark zu sein und wie es möglich sei, diese innere Stärke zu gewinnen. Dabei gehe es
nicht darum, glatte Antworten zu geben oder gar Schwierigkeiten auszuklammern. Denn Probleme
und Schwierigkeiten gäbe es schließlich in jedem Leben, die Frage sei nur, wie gehe ich damit um,
bzw. was darf das mit mir machen? Während die Eine nicht mehr auf die Beine kommt, versucht
die Andere das Beste aus der Situation zu machen und es entwickeln sich Eigenschaften, die
Menschen stärker werden lassen.
Die schwierigen Situationen ihres Lebens hätten sie erst zu der gemacht, die sie heute sei, so Frau
Rösel im Rückblick über ihr eigenes Leben.
Am Beispiel eines ‚Stehaufmännchens‘ machte die Referentin deutlich, dass es entscheidend sei,
nach dem Schleudern irgendwann die Ausrichtung wiederzugewinnen.
Anhand der biblischen Psalmen und der Geschichte des Vaters, der Jesus um die Gesundheit
seines Sohnes bittet (aus Mark. 9) machte sie deutlich, dass der Glaube an Gott dabei eine
entscheidende Rolle spielen kann. Aus eigener Erfahrung sagte Frau Rösel, dass zu einem solchen
Glauben auch Zweifel gehören – und Gott hält unsere Fragen und Zweifel aus. Glück sei, gehalten
zu sein, auch in dem, was ich nicht verstehe.
Mit sieben praktischen Tipps zeigte sie auf wie es gelingen kann, innerlich stark zu werden:
So sei eine optimistische Grundhaltung mit einer hoffnungsvollen Grundausrichtung genauso
hilfreich wie die Akzeptanz einer neuen Situation. Nach dem Motto: ‚Es ist wie es ist und es wird,
was ich daraus mache‘.
Außerdem empfahl sie, bei Veränderungen flexibel zu sein, diese als Chance zu begreifen und sich
neue Ziele zu setzen, die Opferrolle zu verlassen, Verantwortung zu übernehmen und sich mit
anderen Menschen zu umgeben. Freundschaften mit Menschen, die uns wohlgesonnen sind, seien
wichtig, können uns auffangen und Kraft geben auch in Situationen, wenn die eigene Kraft und
innere Stärke nicht reicht.
Circa 60 Frauen genossen auch heute wieder den Vormittag mit einem leckeren Frühstück und
dem anschließenden Vortrag.


Wir freuen uns, Sie schon zum nächsten Frauenfrühstück im Herbst einladen zu können, am
09.10.2024 zum Thema: ‚Kopf oder Bauch – von der Kunst schwierige Entscheidungen zu treffen‘.
Herzliche Einladung schon heute!
(E.G.)

Rückblick Kreativ-Angebot des Kinderferienprogramms

Mittwoch 30.8. 14:00 Uhr – die Kinder kommen.
Heute soll gebastelt werden. Wir haben uns drei verschiedene Angebote ausgedacht. Zum einen können Insektenhotels aus Holz gebastelt oder Porzellan und Glas bemalt oder Vögel und kleine Anhänger getont werden. Wer die Wahl hat, hat die Qual … .
Aber alle acht Kinder wussten sofort, was sie machen wollten und so hallten schon bald die Bohrmaschinen und Akkuschrauber durchs Haus und in einem separaten Raum wurde kreativ mit Porzellanmalstiften gemalt und Keramikmasse geformt.
Dabei entstanden ganz tolle Sachen und alle hatten ihren Spaß dabei.
Danach gab‘s noch eine Spielerunde mit „Menschenmemory“, „Mörder“ ;-) und „Wäscheklammernjagd“ und zum Abschluss noch ein leckeres Eis.
Für uns Mitarbeiter war es ein gelungener und schöner Nachmittag und wir hoffen, euch Kids hat es auch gefallen!
Gerne dürft ihr nach den Ferien auch in unseren Jungscharstunden vorbei schauen (siehe bei den Veranstaltungen) Da gibt’s auch jede Menge Spaß und Action!
(E.G.)

 

Etwa 60 Frauen waren wieder dabei, beim Frauenfrühstück im Haus der Süddeutschen
Gemeinschaft, ließen sich mit einem leckeren Frühstück verwöhnen und lauschten gespannt dem
Vortrag von Frau Daniela Sixt (Psychologische Beraterin).
„Wenn der Kragen platzt …„ – Ärger, Wut, Zorn, wer kennt das nicht? Aber wie gehen wir damit
um?
Daniela Sixt brachte zum Anfang ihres Vortrags den Vergleich mit einem Sicomatic, einem
Dampfkochtopf, der sowohl positive als auch negative Eigenschaften besitzt. Wenn der Druck im
Kessel steigt, wird so manches schneller gegart, aber wehe, wenn er explodiert … .
Ähnlich sei es mit den Gefühlen Ärger, Wut und Zorn, so Frau Sixt. Einige Menschen bräuchten
diesen Druck als Antrieb um (Höchst)leistungen zu bringen, darin stecke für sie eine positive
Energie, die voranbringt. Und bei anderen, da platzt der Kragen, sie explodieren und es fliegen
vielleicht auch einmal die Fetzen oder sie implodieren und ‚fressen‘ ihren Ärger in sich hinein.
Beides seien die gefährlichen und oft auch verletzenden Seiten dieser Gefühle.
Frau Sixt zeigte auf, wie wichtig es sei, sich seiner Gefühle bewusst zu werden, denn worüber man
wenigstens kurz nachgedacht habe, darüber könne man nicht mehr spontan reagieren.
Mit fünf sogenannten ‚Knopflochöffnern‘ gegen platzende Krägen gab sie Hilfen zum Umgang mit
negativen Gefühlen:
- sich eingestehen, dass man sich geärgert hat
- versuchen, spontane Reaktionen zu vermeiden, wenigstens kurz innehalten (auf zehn zählen)
- Muster für Auslöser von Ärger, Wut und Zorn entdecken und vorbeugen
- die eigenen Möglichkeiten der Reaktion erkennen
- die komische Seite der Situation entdecken. „Humor ist der Knopf, der verhindert, dass einem
der Kragen platzt.“ (J. Ringelnatz)
Veränderung sei auf zwei Ebenen möglich: zum einen Veränderung in der Sache und zum Zweiten
Veränderung der Person. Reine Impulskontrolle könne man lernen, eine Veränderung von innen
heraus dagegen könne nur Gott hervorbringen.
Welche Rolle spielt Gott in meinem Leben? Frau Sixt machte Mut, Gott in das persönliche Leben
mit einzubeziehen und ihm in letzter Konsequenz sogar das ‚Lenkrad‘ zu überlassen.
Gottes Einladung stehe: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen … und Wütenden,
ich werde euch Ruhe geben … ich werde euch Ruhe geben für eure Seelen.“ (die Bibel, Matthäus
11,28f)


Einen Termin für unser nächstes Frauenfrühstück gibt es auch schon: Mittwoch; den 10. April 2024
mit Frau Christiane Rösel als Referentin zum Thema „Innere Stärke gewinnen.“
Herzliche Einladung schon heute!
(E.G.)

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